Tour durch den Serverraum I
Unsere Tour beginnt mit dem SDSL-Modem, das für die Verbindung zwischen unserem Cisco-Router am Oberen Eselsberg und unserem Netz in den Neu-Ulmer Wileys sorgt. Die SDSL-Verbindung wird über eine verdrillte Zweidraht-Leitung hergestellt, die bei den Stadtwerken Ulm angemietet wurde.
Von hinten sieht man am Modem neben dem Kaltgerätestecker zur Stromversorgung
ein rotes Patch-Kabel (rot bedeutet bei uns, daß es sich um ein
Crossover-Kabel handelt), das zu homer, unserem zentralen Gateway
in der TFU, führt.
Ganz rechts an der grünen Schraubklemme kommt die Kupferleitung an.

Wir haben im Server-Raum-1 im wesentlichen zwei verschiedene Netze liegen. Dies hier ist der Hub des Server-Netzes. In diesem Netz befinden sich die meisten Vereins-Server.
Hier die Leitungen vom Hub zu den Servern. Wie man sieht, ist der Hub für 19"-Einbau vorbereitet, wobei wir im Server-Raum-1 bisher noch keine 19"-Schränke aufgestellt haben.
Das hier ist garfield, der erste Rechner unseres Vereins. Er wurde
1996 im Rechner-Raum der Fachhochschule Neu-Ulm das erste mal in Betrieb
genommen und beherbergte früher sämtliche Netz-Dienste des Vereins. Sogar
das Dialin der Mitglieder wurde mit Hilfe eines 'Digiboards' (dieses
stellt 16 serielle Schnittstellen am PC zur Verfügung), zwei Zyxel-Elite
ISDN-Adaptern sowie zwei Elsa-Modems abgewickelt.
Mit der Zeit hat die inzwischen doch schon recht altersschwache Kiste die
meisten Aufgaben verloren und wird wohl hoffentlich bald das Vereins-Museum
zieren können. ;-)
Interessant an garfield ist noch das DAT-Laufwerk, das zum Zwecke der
Datensicherung bereit steht.
Auf garfield steht ein Zyxel Elite ISDN-'Modem'. Über dieses kann, sollte die Standleitung zum Oberen Eselsberg einmal ausfallen, schnell eine Backup-Verbindung aufgebaut werden. Leider nur mit maximal 128 kb/s. Allerdings gab es bei der Standleitung bisher noch keinerlei Störungen, so daß das Zyxel im wesentlichen das selbe tut wir Tennessee-Whiskey - nämlich gar nichts.
Rechts sieht man einen DEC-Terminalserver. An diesen lassen sich
16 Endgeräte über serielle Schnittstellen anschliessen. Darüber können
analoge Modems für Einwahl oder auch Terminals betrieben werden. Im
zweiten RJ45-Port von Links sieht man ein grünes Patch-Kabel
stecken, das zu einem Modem führt. Grün verwenden wir, um RS232-Verbindungen
(und ähnliches) zu kennzeichnen.
Der Terminal-Server ist mit dem Hub des Server-Netzes verbunden und aus
dessen Adresse-Bereich stammen auch seine IP-Adressen.
Das ist der zuständige Switch für das Mitglieder-Netz. Der Switch
besitzt 24 Ports, die sowohl mit 10 Mb/s als auch mit 100 Mb/s betrieben
werden können. Ältere Rechner beim Bürgernetz haben meistens noch
10 Mb/s-Netzwerkkarten, während neuere Server stets gleich mit
100 Mb/s ausgerüstet wurden.
Das Netz wird deswegen Mitglieder-Netz bzw. Sysadmin-Netz genannt,
weil hier die privaten Rechner der Mitglieder untergestellt werden
können. (Preise hierzu kennt unser Tarif-Rechner.).
Auf diesem Foto ist ein solcher Mitgliederrechner abgebildet, nämlich jerpoint, die Sun von Andreas Borchert, der sie als Redundanz und für Backups einer anderen Sun verwendet.
Links und rechts auf dem Bild nochmal zwei Mitglieder-Rechner, auf dem linken steht das 'Kult-Modem' für Standleitungen schlechthin - ein US-Robotics Courrier. Auch hier wird es an einer analogen Standleitung betrieben.
Der Server in der Mitte heißt barkeeper und gehört dem Verein.
barkeeper ist als Boot-Server für den
Surf-Platz
im Internet-Cafe und auch für die PCs in der Nähe der 'Bar' im Clubraum
zuständig.
Zudem dient barkeeper als Gegenstelle verschiedener
CIPE-Tunnels
unserer Mitglieder sowie als
Anonymous-FTP-Server.
Rechts sieht man iller, den Server des Ulmer Individual-Network-Vereins. Auf dieser Kiste läuft der News-Server für beide Vereine. Das verwendete Betriebssystem 'NextStep' sticht als Exot unter all den Linux-Installationen in seiner Nachbarschaft heraus.
Der in der Vergangenheit deutschlandweit aktiv gewesene Verein Individual Network e.V. wurde übrigens bereits 1992 gegründet. Der Ulmer Site, die ersten Jahre nur über UUCP unter sub.org erreichbar, ist bereits seit 1989 am Netz.
Hier sieht man in der Mitte des Bilds sechs Patch-Dosen, welche die
Verbindung zwischen Server-Raum-1 und Server-Raum-2 herstellen. Das rote
Kabel kommt vom SDSL-Modem und stellt unsere wichtigste Verbindung am
Standort Wileys dar.
Unter den Patch-Dosen ist ein größerer Kasten befestigt. Hier kam die
2 Mb/s-Standleitung aus München herein, als
wir noch über das DFN am Internet hingen.
Derzeit ist dies aber nicht in Betrieb.
Links neben dem Telekom-Kasten hängt ein handelsüblicher
ISDN-NTBA, der 2 B-Kanäle für unseren Telefonanschluß liefert. Wo
dessen Leitung endet, läßt sich auf dem Bild nebenan erkennen. Wie man
erahnen kann, sind bei uns ISDN-Leitungen zum Zwecke der Übersicht
blau gefärbt. Die Patch-Kabel stecken in einem ISDN-Verteiler, der einen
ähnlichen Zweck wie Netzwerk-Hubs erfüllt, aber weitgehend ohne
Elektronik auskommt.
Aber zurück zum Bild auf der linken Seite... Der graue Kasten schräg
rechts über den Patch-Dosen ist der
Übergabepunkt der Stadtwerke. Aus diesem kommt unten die
verdrillte Kupferleitung heraus, die am SDSL-Modem endet. Die Leitung
ist deswegen so seltsam aufgehängt, damit sich möglichst wenig Knicke
und parallel laufende Strecken ergeben, um keine Abschwächung des
magnetischen Wechselfeldes und damit eine Reduktion unserer
Aussennetzbandbreite zu verursachen.
Die dicke schwarze Leitung, die von links ins Bild kommt, und im
Kabelkanal verschwindet, enthält übrigens einige Bündel Glasfasern
als Verbindung der Fachhochschule
Neu-Ulm und dem Server-Raum-II. Von unserem Verein wird diese Strecke
allerdings nicht verwendet.
Auch in den besten Server-Räumen (*g*) kommt es manchmal zu kurzen Stromausfällen, z.B. wenn Mitglieder beim Zusammenschrauben von Steckdosenleisten das gelb-grüne Kabel mit der Phase verbinden. Daher sind die wichtigsten Geräte in unseren Server-Räumen über eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gesichert. Hier sieht man die AP1400 von vorne und dann noch die Rückansicht mit der Zuleitung, dem seriellen Kabel über das an Servern ein automatisierter Shutdown eingeleitet werden kann und natürlich das wichtigste - die vier Kaltgeräte-Buchsen zum Anschluß der zu sichernden Geräte.
Die Technik-Gruppe hat natürlich auch ein Regal aufgestellt, in dem das
Werkzeug, Montage-Material und allerlei Elektronik-Schrott gelagert wird.
Im krassen Gegensatz zum Chaos im Technik-Regal steht die wohltuende
Ordnung im Vorstands-Schrank, der eigens für dieses Foto für
kurze Zeit geöffnet wurde. Im dritten Fach von oben stehen einige
Post-Ablage-Fächer - genau für jeden Vorstand eines. Sehr viel ist
ansonsten nicht zu sehen, da die Vorstände ihre Unterlagen meistens
zu Hause aufbewahren und dort auch die Buchführung und andere
Verwaltungstätigkeiten stattfinden.
A propos Verwaltung. Das ist der Verwaltungs-Arbeitsplatz. Neben dem
Monitor steht ein Ascom Eurit 30 ISDN-Telefon, das sich über
die 0731.9806990 zum läuten bringen läßt. Geht niemand ran, wird
automatisch nach 15 sek ins Sekretariat der
TFU verbunden, wo zumindest ein
Anrufbeanworter die Sorgen der Nutzer ignoriert.
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist während des Vereins-Abends
(Kernzeit ist Dienstag von 19:00 bis 21:00) ein Bürgernetz-Aktiver
erreichbar.
Neben dem Telefon sind wieder ein paar Ablagefächer gestapelt und
links davon langweilt unser Drucker vor sich hin.
Über dem Monitor ist ein Mini-Hub aufgehängt, an dem Mitglieder am
Dienstag abend selbst mitgebrachte Laptops und ähnliches direkt ans
LAN anschliessen können; besonders beliebt ist dies für größere
Downloads.
Zu guter letzt unser Besprechungstisch, der eigentlich für Besprechungen und Mitglieder-Support freigehalten werden sollte. Wie man sieht, sammelt sich darauf chronisch Unrat an.
Wenn wir schon bei Unrat sind. Hier die gesammelten Übrigbleibsel der letzten Vereins-Treffen. Der Pizza-Service-90 (Karlstraße, Ulm) verdient nicht schlecht daran ;-)
So, und nun geht's weiter zwei Stockwerke nach oben in den Serverraum II.