DSL-Projekt - Modemempfehlung
Es wird ein ADSL-Modem nach dem G.DMT Annex B Standard ("ISDN ADSL") benötigt. Wichtig: Die in den USA weit verbreiteten Modems nach Annex A Standard funktionieren nicht, wie auch ADSL-Modems nach Annex C Standard. Ein ADSL-Modem erreicht bei entsprechend kurzer Teilnehmeranschlussleitung bis zu 8 Mbit down und 800 KBit up. Ein paar Modems unterstützen den s=1/2 Modus, damit sind bis zu 10 MBit down und 1 MBit Up möglich.
Im Prinzip kann man sich ein passendes Modem inzwischen in jedem besseren Computerladen kaufen. Eine billige Bezugsquelle für ADSL-Modems sind Online-Auktionshäuser wie eBay. Dabei aber aufpassen, dass das Modem auch wirklich ein Annex B Modem ist und (falls mit externem Netzteil) auch das Netzteil mitgeliefert wird!
Es gibt ADSL-Modems als PCI-, USB- und Ethernet-Ausführung. Die PCI- und USB-Modems sind sehr preiswert, allerdings gibt es damit häufig Probleme. Das fängt damit an, dass man für diese Modems einen Treiber für das Betriebssystem braucht, der Hersteller aber nur wenige Betriebssysteme unterstützt und hört damit auf, dass er irgendwann den Support für sein Produkt einstellt und man dann für neue Versionen des Betriebssystems keinen Treiber mehr bekommt. Die Vorteile sind, dass das Modem über den PC mit Energie versorgt wird, d.h. kein Steckernetzteil und kein Energieverbrauch bei ausgeschaltetem PC.
Modelle mit Ethernet-Anschluss haben andere Vor- und Nachteile. Ein grosser Vorteil ist, dass man nicht an die PC-Architektur gebunden ist, sondern alle Geräte mit Ethernet-Port (z.B. VoIP-Telefone) angeschlossen werden können. Es gibt Ethernet-Modems, die als Bridge arbeiten, und Modelle mit Router-Funktionalität, die auch als einfache Firewall verwendet werden können. Teilweise ist auch bereits ein Ethernet-Switch integriert. Grundsätzlich sind alle Varianten geeignet, es hängt davon ab, was für eine Funktionalität gewünscht ist. Außerdem gibt es Router mit "WAN-Port", an den man ein einfaches ADSL-Modem anschliessen kann. Das hat aber den Nachteil, dass dann u.U. gleich 3 Steckernetzteile mit schlechtem Wirkungsgrad 3 Steckdosen belegen (ADSL-Modem, Router, Switch), außerdem braucht diese Lößung viel mehr Energie. Und über die Zeit können bei 24h-Betrieb viele kWh zusammenkommen.
Einige Modelle (meist Router) stellen über eine Administrationsschnittstelle (Telnet oder Web) Informationen über den Line-Status zur Verfgung (dB-Werte der einzelnen Bänder, aktuelle Down- und Upstreambandbreite, etc.).
Das ist nicht unbedingt notwendig, man kann damit aber viel herumspielen, und das in jeder Hinsicht ;-)
z.B.: http://security.sdsc.edu/self-help/alcatel/
Und hier ein SNR-Graph, mit von dem ADSL-Modem gelieferten Daten: http://security.sdsc.edu/self-help/alcatel/snr.html
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